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2.1.1 Beanspruchungsmodell:
Die einzelnen, auf den Menschen einwirkenden
Einflüsse sind bestimmte Ausprägungen verschiedener
TEILBELASTUNGEN, ausgehend von den Arbeitsmitteln, dem
Arbeitsablauf, der Arbeitsumgebung … Jede wirksame
Belastungsart führt zu einer Teilbeanspruchung. Die
Summe aller wirksamen Teilbeanspruchungen führt zur
Gesamtbeanspruchung.
Da es im Arbeitsumfeld Büro i.d.R. keine einzelne
Teilbelastung gibt, die unmittelbar zu erheblichen
nachweisbaren Gesundheitsschäden führt, ist es wichtig,
die Gesamtbeanspruchung über einen längeren Zeitraum zu
betrachten.
2.1.2 Ergonomische Polarität:
Der Mensch am Arbeitsplatz möchte gleichzeitig das
Widersprüchliche.
Z.B.: Der Mensch braucht Gesellschaft. Gesehen und
anerkannt zu werden ist ein Grundbedürfnis, das zur
Entwicklung der Persönlichkeit notwendig ist (Feedback).
Auf der anderen Seite möchte er größtmögliche Privatheit.
Er möchte gerne ein Einzelbüro für bestmögliche
Konzentration und auf der anderen Seite optimale
Kommunikationsbedingungen zu Mitarbeitern. Es kommt
daher darauf an, nicht unbedingt eine 100% Problemlösung
für ein bestimmtes Bedürfnis zu erzwingen. Effektiver
ist es z.B. eine 60/40 Lösung anzustreben. |